Diese Frage ist wohl die häufigste, die in
Zusammenhang mit dieser liebenswerten Rasse gestellt wird. Die Antworten
darauf, sogar die von Züchtern und ganzen Zuchtvereinen, fallen so
unterschiedlich aus, dass unter den ahnungslosen Interessenten, die sich
redlich um seriöse Informationen bemühen, eigentlich keiner mehr
durchblicken kann. Die häufigste, aber völlig falsche Erklärung ist,
mit „Jack Russell“ seien die Kleinen Kurzbeinigen (sog. „Reiterjackies“)
gemeint, mit „Parson JRT“ die Hochbeinigen. Die wahre Antwort aber liegt
in der Entwicklungsgeschichte der Rasse, nicht in langen oder
kurzen Beinen.
Der Jack Russell Terrier ist keineswegs eine
Neuzüchtung, wie die plötzliche Popularität vermuten ließe, sondern
ein uralter Schlag von Working Terriern für die Arbeit am Fuchs unter der
Erde. Kleine, tapfere Hunde, gemäß ihres Einsatzgebietes als „Terrier“
(von Terra = Erde) bezeichnet, dürfte es so lange geben wie die Fuchsjagd
selbst. Die Entstehungsgeschichte nahezu aller Terrierrassen beginnt
gleich, eine Zuchtauslese erfolgte anfangs ausschließlich nach
Arbeitseignung. |